Montag, 5. Dezember 2011

lieber freund

ich muss es dir schreiben, in dem, dass du es nicht weisst und ich es dir auch nicht gesagt habe. es ist die sache mit den kasnocken. immer, wenn man kasnocken macht, dann merkt man spätestens beim essen, was man falsch gemacht hat. und bald man es merkt und man denkt, dass man es das nächste mal besser macht, dann geht das problem schon los. 

weil es gibt kein nächstes mal, halt nicht demnächst. weil für die kasnocken musst du alte semmeln sammeln und es braucht mindestens sechs wochen, bis du soviel hast, dass es auf kasnocken langt. und in der zeit hast du alles vergessen, was du das nächste mal besser, anders, oder richtiger machen wolltest. 


also den alten semmel musst du ganz klein schneiden und eine heisse milli drüber schütten und einen deckel drauf tun, damit es gut durchweicht. wenn du die teuren semmeln mit mohn, sesam, kümmel, sonnenblumen oder kürbiskernen auf deinem täglichen frühstückstisch hast, schmecken die kasnocken natürlich besser, als wenn du nur billigsemmeln, vom aldi, hast alt werden lassen. (die süsse biene frühstückt gerne die teuren körner semmeln vom kraus).


du musst eine fein geschnittene zwiebel in viel butter dünsten (glasig) und das tust du über den brei aus semmel und milli drüber schütten. würzen: salz, pfeffer, muskat und vergiss nicht, den in würfel geschnittenen bergkäse, unter zu mengen. zwei eier. tu auch reichlich petersil mit hinein. du kannst es mit der hand durch bazeln, wenn du das gerne machst. ich mag es nicht, wenn der teig wie ein hennenscheiss zwischen den fingern heraus gepresst wird. ich mach es mit einer gabel. dann kannst du bollen formen, the english call it dumpling, das habe ich von henry gelernt. mit butter in der pfanne, bei mittlerer temperatur etwa zehn minuten, bis es die richtige farbe hat, gut durch braten. wir essen einen endiviensalat dazu und einen einfachen rotwein von der sorte "penner glück".


zwei sind übrig geblieben;
nicht lange.
ich habe mit ein wenig cilli und einem cumin und olivenöl nach gesteuert.
ich hätte mehr zwiebeln und butter hineinarbeiten sollen.
aber das merke ich mir fürs nächste mal.






ps.:
klar, man kann auch richtige fleischpfanzerl machen, aus schweinefleisch, oder gemischt, schwein und rind, glaub mir, die schmecken auch gut.
sind aber nicht vegetarisch und nicht für die fastenzeit geeignet.









Sonntag, 4. Dezember 2011

alma, so heisst unsere amsel...

...und die biene hat einen 
adventskranz gesteckt.
der steht im garten auf dem tisch.
er ist ein wenig zerrupft.



it was the nightingale,
and not the lark...
believe me,
love,
it was the nightingale.
schmarrn,
es war die amsel,
die hat die vogelbeeren gefressen.

...SCHÖNES LEBEN HIER!


die süsse biene ist oft an der bierfabrik vorbei gefahren und hat immer wieder die gleiche frage gestellt:
warum haben die hier keinen biergarten? 
geduld, geduld meinte der biergärtner,
bald ist es so weit. 
jetzt haben sie erst mal 
ein sauberes bierhaus eingerichtet.








 mir gefällt es, ich habe es ausgetestet,
die biene ist mit C+A live in concert.
 schön, die tische und die stühle,
wie sie die wände gestrichen haben,
die ganze atmosphäre, ich glaube,
man sagt ambiente, das muss ich mir merken.
(ich meine, die graue wandfarbe!)











der blick nach draussen, 
da fährt der zug vorbei. 
und die unteren bilder zeigen den platz,
wo im sommer die biertische stehen.
ich find des toll, 
solche bahnhofs kneipen.
erinnert mich an den bahnhof in bayerisch eisenstein, 
an die bahnhofs vision in cornelimünster,
oder an die wielandshöhe vom vincent klink in stuttgart.












und auf der anderen hausseite,
bauen sie einen brunnen,
den prinzregentenbrunnen.




so wie es ausschaut, 
sie haben immer reichlich stoff vor dem haus.
verdursten muss man nicht.


Donnerstag, 24. November 2011

ludwig hirsch

ludwig hirsch & band


"vielleicht_zum letzten mal"
am dienstag, 
den 27. 4. 2010
in der stadthalle in gersthofen.
ich bin dabei gewesen.
und heute, 
am 24. 11. 2011,
haben sie im radio gesagt,
das er keine dunkelgrauen
lieder mehr singt,
die ich so gerne mochte.







ludwig hirsch,
er ist nur 65 jahre alt geworden.

the happy days of tea have gone.

teadrinking is out in england, so habe ich es gelesen.













dabei
lässt sich mit der panasonic,
nichts besser belichten,
als eine tasse tee.
heute nachmittag,
beim jürgen,
trinken mir einen frängischen
weisswein,
einen silvaner. 


 

Montag, 21. November 2011

der himmel überm engelshof








ein tolles licht,
lange schatten,
und wer sagt, 
dass sonnenuntergänge 
immer rot sein müssen?


schwammerln

mein vater ging immer zum pilze sammeln. er kannte jeden pilz, er wusste an welchen stellen sie im wald zu finden waren, und er hat sie alle zubereitet und gegessen, auch die fürchterlich schleimigen morcheln, oder die für mich so staubigen, bovisten. nein, ein steinpilz, ein pfifferling oder ein champignon, das waren für ihn pilze die jeder sammelte. die pilzwelt des hans-hugo-josef-friedrich ging weit über die pfifferlingsgrenze hinaus. ich habe in dieser zeit viel von ihm gelernt und gegen über meiner cousine plusterte ich mich auf, weil sie den maronenröhrling und den kirschroten speitäubling nicht kannte. 

der krieg (world war II) war gerade zu ende, es gab nichts zu essen. wir hatten keine butter, kein fleisch und sicher keine wiener würstchen und das wort nutella, gab es das damals schon?  und bratkartoffeln, ohne öl, fett, butter oder speck, nur mit kümmel gewürzt, nein, das war's auch nicht. aber in der zeit, wenn im spätsommer, der warme regen die pilze aus dem boden schiessen lies; dann hatten wir reichlich zu essen.
ich habe nie mehr in meinem leben pilze gegessen.



die auf den bildern, 
sind mir gestern im wald begegnet.